Juneau
It's not real


Also mein Entschluss steht fest: ich werde in keine Klinik gehen.

Das würde mir nichts bringen. Eigentlich will ich doch nur den Käseglocken-Effekt. Von meinem Umfeld abgeschirmt sein. Keine Probleme, sondern Menschen die einen verstehen. Doch wenn ich dann wieder zu Hause wäre, würde alles wieder zusammenbrechen und es wäre verschwendete Zeit. Meine ambulante Psychologin meinte auch, dass ich besser in meinem Alltag bleiben sollte. Das würde mir mehr helfen.

Mit dem Essen läuft es gar nicht gut. Hatte heute wieder einen Eßanfall und habe die Pizza vom Abendessen auch wieder erbrochen. Fast hätten meine Eltern mich erwischt, aber ich habe nochmal Glück gehabt. Glaube ich. Denn wenn es so wäre, hätten sie mich schon drauf angesprochen. Und der Teufel wäre los. Trotz der ganzen Kotzerei nehme ich zu, kann mir einer sagen wieso das so ist?

Immerhin habe ich mich nicht geschnitten. Gestern auch nicht. 2 Tage sind doch schonmal etwas. Zwar wenig, aber ein Anfang. Habe in die linke Schulter geschnitten, damit ich wenns wieder wärmer wird ein t-shirt anziehen kann. Das war aber keine gute Idee - es tut bei jeder Bewegung so weh. Aber da muss ich durch. Ich würde es am liebsten wieder tun, aber für heute lasse ich es sein, ich will es doch schaffen. Will doch gesund werden.. Hoffentlich habe ich keine Albträume heute Nacht. Bitte. Lass mich wenigsten etwas schlafen ohne immer und immer wieder vergewaltigt zu werden.

Gestern war ich bei so nem Typen, mit dem ich schonmal nen one-night-stand hatte. Von mir aus hätte es ruhig nochmal dazu kommen können. Er meinte, er wäre eher an mir als Mensch interessiert. Ob freundschaftlich oder mehr könnte er nicht sagen. Aber er möchte den Menschen hinter der Fassade kennenlernen und nur der interessiert ihn. Irgendwie süß, aber will er das wirklich? Damit er abhaut so wie alle anderen Menschen die ich dahinter blicken lassen habe? Aber das wird nichts mit uns. Er ist nicht mein Typ und irgendwie zu unernst. Bei icq war er immer ernster und man konnte mit ihm reden. Aber real ist er anders. Das passt einfach nicht. Als wir nebeneinander lagen und DVD schauten, fühlte sich es auch irgendiwe falsch an. Ich musste die ganze Zeit an meinen Ex denken. Sehnte mich nach ihm, dabei ist er ein Arschloch.

Ich will das nicht mehr,

die ganze Welt ist ein Arschloch,

ICH bin ein Arschloch.

18.5.11 23:30


invulnerable

Lebe ich wirklich und bin wirklich ich diese Person, die ich zu sein glaube? Es ist alles so unwirklich. Ein besseres Wort gibt es für dieses Gefühl einfach nicht. Unwirklich, ja alles ist so unreal. Ich stehe neben mir. Fühle mich nicht. Und doch fühle ich so viel. So viel Wut und Hass. Hass auf mich selbst und die Welt. Und woher die Wut kommt weiß ich auch nicht so genau. Morgen wieder Therapie. Freue mich jedes Mal, doch dann ist es doch nie gut. Es bringt einfach nichts. Dieses wie-war-die-Woche-Gequatsche. Mal sehen, was sie morgen für lustige Sachen an hat :D

Hatte heute auch wieder 2 Freßanfälle hintereinander. Man, ich kann das nicht mehr. Und doch brauche ich es so sehr. Doch das versteht irgendwie keiner. Naja weiß ja auch so gut wie keiner davon. Ich habe im Moment einfach keine Motivation für irgendwas. Mir ist alles egal. Mein Leben ist mir egal. Ich bin mir egal. Will mich zerschneiden, doch dann werde ich nur noch wütender, denn es wird nie tief genug. So eine oberflächliche Scheiße. Noch nicht mal richtig schneiden kann ich. Dabei übe ich doch nun schon 5 Jahre lang. Ich will dass es genäht werden muss.

Morgen treffe ich mich mit so nem Kerl, den ich schon 2x gesehen habe. Wir werden Alkohol trinken und einen Film schauen. Wie ich mich kenne wird es auf einen ONS hinauslaufen, damit ich mich danach wieder so schön hassen kann. Ja ich bin eine Schlampe. Aber es ist wie ein Zwang. Wenn ich mich alleine fühle und es mir schlecht geht muss ich das tun. Und er hat es ja auch noch angeboten. Das ist doch eigentlich so dumm.

Habe noch ein neues Bild gemalt, hoffe es gefällt euch:


 

16.5.11 22:43


Ich habe Zahnschmerzen. Ich fresse und fresse. Mir ist es ehrlich gesagt gerade auch ziemlich egal. Dann fresse und kotze ich halt. Ich bin und bleibe fett. Habe alle Diäten ausprobiert, bin in eine Essstörung gerutscht.. mit dem Ergebnis, dass ich zunehme statt abnehme.

Ich habe Lust mal wieder so richtig schön feiern zu gehen. Mir die Kante geben und einfach zu lauter Musik und starken Bässen zu tanzen. Ich habe auch wieder Lust auf ein bisschen Pep. Ich weiß, ich wollte nie wieder Drogen nehmen, ich weiß auch nicht woher ich die bekommen soll. Ich kenne nur einen und der wird mir nichts geben, da er weiß dass ich ziemlich instabil bin. Eigentlich ja gut und vernünftig, ich will trotzdem was! Ich will ne Nacht durchtanzen, ganz egal wie ich dabei aussehe.

Ich vermisse in letzter Zeit wieder sehr stark meinen Ex. Oder eher die Nähe mit jemanden. Jemand, der immer für mich da ist, den man anrufen kann. Der sich um einen kümmert, der sich sorgt. Körperliche Nähe. Ich habe so lange gebraucht ihm zu vertrauen. Und ich habe ewig gebraucht mit ihm schlafen zu können. Jedenfalls so, dass es für mich keine Qual war. Und er war bis jetzt der Einzige, mit dem ich es genießen konnte und wo es keine Art von SVV war. Wo ich keine Flashbacks hatte etc.. Und dieses Vertrauen war schon sehr wertvoll für mich. Deswegen kann ich diese Zeit einfach nicht loslassen. Er kannte meine Narben, meine Geschichte. Und er liebte mich trotzden. Er nahm mich so wie ich bin und fand mich schön. Er mochte meine etwas kurvigere Figur. Und ich glaubte ihm dies. Es war so schön nachts jemanden neben sich liegen zu haben, wenn man von Albträumen aufgewacht ist. Man konnte sich zum einschlafen an einen kuscheln, man ist morgens neben einem wunderschönen Menschen aufgewacht. Was gibt es schöneres? Ich vermisse all das so. Naja, was bringt es dem nachzutrauern..

Habe wieder gemalt, bin aber nicht zufrieden damit. Irgendetwas fehlt in dem Bild, es sieht so leer aus. Aber vielleicht ist gerade das ja gut. Was meint ihr?

Jetzt erstmal auf den Geburtstag von meinem Patenonkel = schön weiterfressen.

15.5.11 13:55


Wer bin ich?

Ja, was soll ich sagen? Ziemlich scheiße alles im Moment.

Ich schlafe schlecht. Habe Albträume und tagsüber Flashbacks. Ich fressen wie ein Schwein und hänge überm Klo. Mein Vater hat mich wieder dazu gebacht zu schneiden. Zwar nicht tief, aber ich habe es getan. Dabei wollte ich es doch lassen und es diesmal besser machen. Er hat mich fertig gemacht. Wenn mein Vater wütend wird bekomme ich richtig Angst vor ihm. Sein Blick ist echt so dermaßen einschüchternd. Und wenn man dann noch widerspricht ist alles vorbei. Er hat immer Recht. Er versteht auch echt gar nicht wie es mir geht.

Es ist so komisch. Im einen Moment finde ich mich viel zu dick, im anderen denke ich... hey geht doch eigentlich. Und dann schau ich in den nächsten Spiegel und würde mich am liebsten zerstören. Das Fett hinausschneiden. Ich habe in den letzten Tagen wieder zu viel gekotzt. Mein Hals brennt so sehr, aber ich kann nicht zu meinem Vater gehen, er würde wissen, dass ich es wieder mache. In diesem Punkt ist es ein Nachteil einen Vater als Arzt zu haben.

Ich habe mich gestern Abend überwunden und meiner Psychologin eine e-mail geschrieben. Wir schrieben uns bis halb 2 nachts. Ich fand es echt toll, dass sie sich die Zeit nahm, diese bekommt sie ja nicht bezahlt. Aber leider bringt es rein gar nichts. Das was sie schreibt hilft wirklich überhaupt nicht:

[...] "Als alles perfekt war, heißt als du Kind warst, dann hast du dich und dein Körper verändert, vielleicht hast du es auch als nicht mehr steuerbar erlebt, etwas geschieht mit einem, ohne dass wir es selbst beeinflussen können. Das macht ohnmächtig, hilflos wütend. Dies schlechten gefühle kann man immer am besten bei den Eltern "parken", denn die sind immer für einen da, verlassen einen nicht, deshalb bekommen die auch so viel ab, denn dort gibt es Sicherheit, gemocht zu werden.

Aber mit der Nähe und Geborgenheit ist es zweischneidig, sie macht auch wiederum verletzlich, es kann auch so sein, dass du es gar nicht möchtest, dass du deine Eltern / Mutter so brauchst, so sollen gar nicht so nah sein, du willst dich trennen, weiterentwickeln, sie nicht mehr brauchen und brauchst sie doch, womöglich ist das auch das, was du als hassen bezeichnest." [...]

In vielen Punkten hat sie ja Recht, aber manche Sachen versteht auch sie nicht wirklich. Denn ich hasse meine Mutter wirklich. Natürlich liebe ich sie auch irgendwo, sie ist schließlich meine Mutter. Aber sobald ich sie sehe bekomme ich so einen Hass auf sie, sie braucht mir nur zu Nahe kommen und ich halte das nciht aus. Sie brauch sich nur neben mich setzen. Ich weiß nicht, man kann es schlecht beschreiben. Ich kann es einfach nicht aushalten. Ihre Nähe. Und wenn sie mich berührt ist ganz vorbei, ich krieg Spannungen und könnte ausrasten, sie anschreien. Dabei will ich das doch gar nicht. Ich verstehe das nicht.

Ich verstehe im Moment wirklich gar nichts mehr.

Wer bin ich?

12.5.11 18:57


Weinen, einfach weinen

Mich hat die Klavierspiel-Phase wieder erwischt. Ich versuche nun das nächste Stück meines Lieblingskomponisten Ludovico Einaudi zu spielen. Ein paar Stücke von ihm kann ich ja schon. Zwar noch verbesserungswürdig, aber immerhin schon auswendig. Jetzt die nächsten. Ich will irgendwann einmal so spielen könne wie er. Als ich im Winter auf einem Konzert von ihm war, war das einfach so unbeschreiblich wunderschön.Doch sobald irgendwas nicht sofort klappt wie ich es will, könnte ich wieder so ausrasten. Aber von nix kommt nix.

Das übe ich gerade, einfach nur atemberaubend:

Ich bin heut sehr nachdenklich und traurig. Ich muss den ganzen Tag zurück an meine wundervolle Kindheit denken und an das, was aus diesem so lebensfrohen Mädchen geworden ist. Es war alles so unbeschwert.. das Leben war einfach schön und hätte nicht schöner sein können: Meine Eltern sind mit uns im Wald spazieren gegangen, wir haben Eßkastanien gesammelt, Blätter in Büchern gepresst und zusammen gebacken und gelacht. Abends hat mein Vater uns etwas vorgelesen oder meine Mutter hat uns etwas zum einschlafen auf der Gitarre vorgespielt. Sie gaben uns all die Liebe die sie hatten. Sie wollten dass wir glücklich sind. Und wollen es immernoch. Und dafür tue ich ihnen soetwas an. Es kommt mir vor wie zwei verschiedene Leben. Bis ich 9 war, war alles so perfekt. Und dann gings abwärts. Aber wieso nur? Ich verstehe das nicht. Vom schönsten Leben ins schrecklichste.

Wie konnte es nur so weit kommen?

Ich will doch nur mein altes Leben zurück. Ich will wieder glücklich sein und meinen Eltern keine Sorgen mehr bereiten. Das haben sie nicht verdient.

10.5.11 23:38


this complicated life


Ich wunder mich über so viele Leser, aber so wenig Kommentare.

Die stillen Leser dürfen sich auch ruhig mal melden, interessiert mich doch schon wer so meinen Blog liest :D

Im Moment sagt mein Bauchgefühl ich sollte nicht in eine Klinik gehen. Mir geht es etwas besser, es ist halbwegs aushaltbar. Dennoch gibt es so viele Gründe die für die Klinik sprechen. Aber ich kann auch einfach weiter ambulante Therapie machen. Ich habe keine Lust den ganzen Sommer in ner Klinik zu hocken, außerdem will ich doch mit meiner Familie in den Urlaub nach Italien. Wäre schon doof, wenn ich nicht mit könnte. Andererseits hätte ich dann das Problem mit den Narben dort dann nicht. Aber ich kann ja auch nicht immer alles von meinen Narben abhängig machen. Ich habe sie mir zugefügt, also muss ich gucken wie ich damit klarkomme.

Es fühlt sich heute alles wieder mal so unwirklich an. So unreal. Als wäre ich nicht da. Ich fühle mich nicht, bin leer und weiß nicht was wirklich der Realität entspricht. Hatte wieder einen Essanfall und jetzt totale Halsschmerzen. Selbst Schlucken tut weh. Und dabei hat es nicht mal was gebracht. Mir geht es schlechter als vorm Kotzen. 

Ich nehme immer mehr zu. Dabei muss ich endlich abnehmen und das dringend und schnell. Und was mache ich? Ich fresse und fresse und höre nicht mehr auf zu essen. Das kotzen bringtst auch nicht. Ich nehme trotzdem zu. Ich gucke in den Spiegel und erkenne mich nicht. Bin voller Selbsthass. Ertrage mich nicht mehr und kann dem nicht entfliehen. Ich stecke in diesem wiederlichen, fetten Körper. Ich traue mich schon fast gar nicht mehr raus. Die Leute gucken mich schon so bemitleidenswert und abstoßend an.

Was ist nur aus mir geworden?

9.5.11 22:49


Wie geht es mir?

 Wie beantwortet man die Frage: Wie geht es dir?

Ich finde es sehr schwierig darauf etwas zu sagen. Bei welchen Menschen sagt man die Wahrheit oder sagt man am besten immer es geht mir gut? Vor allem weiß ich es nicht mal genau. Meine Stimmung kann jede Minute umschlagen. Es kann mir total schlecht gehen und in der nächsten Minute kann es mir wieder total gut gehen. Und so weiter. Also was sagt man darauf? Das frag ich mich jedes mal wenn diese Frage kommt und das ist ja nicht gerade selten. Was sat man wenn man einfach keine Ahnung hat?

Wer bin ich? Was will ich? 

Ich bin heute sowas von verwirrt. Ich weiß nicht mehr was Realität ist und was ich mir einbilde. Ob ich etwas wirklich getan/gesagt habe oder ob ich mir das nur gedachte habe.

In der einen Minute halte ich mich für völlig gestört, in der anderen halte ich mich für völlig normal. Aber was ist denn jetzt?

Ich kann nicht mehr... diese ewige Verwirrung. Diese kleinen, tausenden Knoten in meinem Kopf.

 

Versuch mit Aquarellfarbe:


7.5.11 14:43


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