Juneau
Weinen, einfach weinen

Mich hat die Klavierspiel-Phase wieder erwischt. Ich versuche nun das nächste Stück meines Lieblingskomponisten Ludovico Einaudi zu spielen. Ein paar Stücke von ihm kann ich ja schon. Zwar noch verbesserungswürdig, aber immerhin schon auswendig. Jetzt die nächsten. Ich will irgendwann einmal so spielen könne wie er. Als ich im Winter auf einem Konzert von ihm war, war das einfach so unbeschreiblich wunderschön.Doch sobald irgendwas nicht sofort klappt wie ich es will, könnte ich wieder so ausrasten. Aber von nix kommt nix.

Das übe ich gerade, einfach nur atemberaubend:

Ich bin heut sehr nachdenklich und traurig. Ich muss den ganzen Tag zurück an meine wundervolle Kindheit denken und an das, was aus diesem so lebensfrohen Mädchen geworden ist. Es war alles so unbeschwert.. das Leben war einfach schön und hätte nicht schöner sein können: Meine Eltern sind mit uns im Wald spazieren gegangen, wir haben Eßkastanien gesammelt, Blätter in Büchern gepresst und zusammen gebacken und gelacht. Abends hat mein Vater uns etwas vorgelesen oder meine Mutter hat uns etwas zum einschlafen auf der Gitarre vorgespielt. Sie gaben uns all die Liebe die sie hatten. Sie wollten dass wir glücklich sind. Und wollen es immernoch. Und dafür tue ich ihnen soetwas an. Es kommt mir vor wie zwei verschiedene Leben. Bis ich 9 war, war alles so perfekt. Und dann gings abwärts. Aber wieso nur? Ich verstehe das nicht. Vom schönsten Leben ins schrecklichste.

Wie konnte es nur so weit kommen?

Ich will doch nur mein altes Leben zurück. Ich will wieder glücklich sein und meinen Eltern keine Sorgen mehr bereiten. Das haben sie nicht verdient.

10.5.11 23:38
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


/ Website (10.5.11 23:56)
Das geht mir auch so. Die Zeit, als ich das letzte mal wirklich glücklich war... nicht nur einen Tag oder eine Woche, sondern als ich noch diese Glücklich-sein-Lebenseinstellung besaß, war als ich noch in der Grundschule war.

Damals habe ich es nie verstanden, wenn mir gesagt wurde, dass man schon schnell genug Erwachsen wird und man die Kindheit genießen soll. Aber es stimmt.

Irgendwie scheint erwachsen-werden automatisch mit weniger-glücklich-werden verbunden zu sein.

Die Musik ist wirklich sehr schön!

Liebe Grüße


isiza / Website (11.5.11 02:46)
„Willst Du glücklich sein, dann sei es." (Leo Tolstoi)

Ich denke darin steckt sehr sehr viel Wahrheit. Ich verstehe es, wenn man zurück blickt, sich fragt wo fing es an, wieso änderte es sich? Aber das ist eben nicht alles. Die Suche nach dem Warum ist zwar wichtig aber eben nicht alleine das Wichtigste. Und wenn man das unglücklich sein schon zu lange kennt verliert man oft den Blick für Glück.

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