Juneau
Wer bin ich?

Ja, was soll ich sagen? Ziemlich scheiße alles im Moment.

Ich schlafe schlecht. Habe Albträume und tagsüber Flashbacks. Ich fressen wie ein Schwein und hänge überm Klo. Mein Vater hat mich wieder dazu gebacht zu schneiden. Zwar nicht tief, aber ich habe es getan. Dabei wollte ich es doch lassen und es diesmal besser machen. Er hat mich fertig gemacht. Wenn mein Vater wütend wird bekomme ich richtig Angst vor ihm. Sein Blick ist echt so dermaßen einschüchternd. Und wenn man dann noch widerspricht ist alles vorbei. Er hat immer Recht. Er versteht auch echt gar nicht wie es mir geht.

Es ist so komisch. Im einen Moment finde ich mich viel zu dick, im anderen denke ich... hey geht doch eigentlich. Und dann schau ich in den nächsten Spiegel und würde mich am liebsten zerstören. Das Fett hinausschneiden. Ich habe in den letzten Tagen wieder zu viel gekotzt. Mein Hals brennt so sehr, aber ich kann nicht zu meinem Vater gehen, er würde wissen, dass ich es wieder mache. In diesem Punkt ist es ein Nachteil einen Vater als Arzt zu haben.

Ich habe mich gestern Abend überwunden und meiner Psychologin eine e-mail geschrieben. Wir schrieben uns bis halb 2 nachts. Ich fand es echt toll, dass sie sich die Zeit nahm, diese bekommt sie ja nicht bezahlt. Aber leider bringt es rein gar nichts. Das was sie schreibt hilft wirklich überhaupt nicht:

[...] "Als alles perfekt war, heißt als du Kind warst, dann hast du dich und dein Körper verändert, vielleicht hast du es auch als nicht mehr steuerbar erlebt, etwas geschieht mit einem, ohne dass wir es selbst beeinflussen können. Das macht ohnmächtig, hilflos wütend. Dies schlechten gefühle kann man immer am besten bei den Eltern "parken", denn die sind immer für einen da, verlassen einen nicht, deshalb bekommen die auch so viel ab, denn dort gibt es Sicherheit, gemocht zu werden.

Aber mit der Nähe und Geborgenheit ist es zweischneidig, sie macht auch wiederum verletzlich, es kann auch so sein, dass du es gar nicht möchtest, dass du deine Eltern / Mutter so brauchst, so sollen gar nicht so nah sein, du willst dich trennen, weiterentwickeln, sie nicht mehr brauchen und brauchst sie doch, womöglich ist das auch das, was du als hassen bezeichnest." [...]

In vielen Punkten hat sie ja Recht, aber manche Sachen versteht auch sie nicht wirklich. Denn ich hasse meine Mutter wirklich. Natürlich liebe ich sie auch irgendwo, sie ist schließlich meine Mutter. Aber sobald ich sie sehe bekomme ich so einen Hass auf sie, sie braucht mir nur zu Nahe kommen und ich halte das nciht aus. Sie brauch sich nur neben mich setzen. Ich weiß nicht, man kann es schlecht beschreiben. Ich kann es einfach nicht aushalten. Ihre Nähe. Und wenn sie mich berührt ist ganz vorbei, ich krieg Spannungen und könnte ausrasten, sie anschreien. Dabei will ich das doch gar nicht. Ich verstehe das nicht.

Ich verstehe im Moment wirklich gar nichts mehr.

Wer bin ich?

12.5.11 18:57
 


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